Auch die alteingesessene Familie da Silva setzt seit vielen Generationen auf das weiße Gold. Von Jorge da Silva im 16. Jahrhundert gegründet, zählte die Salzproduktion der Familie bald zu den wichtigen Stützen für den Handel der aufstrebenden Seemacht Portugal. Das Salz aus den Salinen Samoucos galt damals als wichtiger Exportartikel und Tauschmittel in aller Welt. Herrenhäuser säumten einst die Straßen von Samouco, auch der Graf von S. Vincente und der Graf von Tavora hatten hier residiert. In den Morgenstunden von Allerheiligen des Jahres 1755 aber brach das große Unglück über Portugal herein. Das entsetzliche Erdbeben von Lissabon zerstörte einen Großteil der stolzen Stadt am Tejo. Was Beben und darauf folgende riesige Flutwelle nicht zerstört hatten, fiel der Feuersbrunst zum Opfer. Auch das nur wenige Kilometer entfernte Samouco wurde nicht verschont, der Sitz der Familie da Silva wurde vollständig vernichtet. Nach der Katastrophe übersiedelte ein Großteil der Familie nach Alcochete. Lediglich der damals 15 Jahre alte João führte die Geschäfte mit dem Salz im kleinen Stil weiter und gab die Kunst dieses Bündnisses mit der Natur an seine Kinder und Kindeskinder weiter. João galt schon seinerzeit als wahrer Zauberer des weißen Goldes. Er verstand es den perfekten Zeitpunkt zu bestimmen, um das ursprünglichste und beste Salz von der Oberfläche der Saline mit mühevoller Handarbeit abzuschöpfen und damit der portugiesischen Küche eine exorbitante Zutat zu liefern.